Projekt 2026 – UNE HISTOIRE DE FRANCE
Gastdirigentin: Maxine Aulio
Solisten: Amabile Brass
Musikalische Leitung:
Jens Weismantel
Das Programm des Konzertes widmet sich der Geschichte Frankreichs und der Musik bedeutender französischer Komponisten.
Mit Maxine Aulio wird eine französische Komponistin zwei eigene Werke als Gastdirigentin interpretieren.

Jacques Ibert, George Auric, Darius Milhaud, Albert Roussel, Arthur Honegger Charles Koechlin und Daniel Lazarus komponierten die Musik zu Romain Rollands Heldenepos «14. Jullliet», einem Bühnenstück, welches am 14. Juli 1936 in Paris uraufgeführt wurde. Dem französich-schweizerischen Komponisten Arthur Honegger fiel die Aufgabe zu, die Musik zum Sturm auf die Bastille zu schreiben: „Marche sur la Bastille“. Die Neuorchestration dieses Marsches von Felix Hauswirth entstand in enger Anlehnung an das Original.
Claude Debussy komponierte seine 24 Préludes für Klavier zwischen 1909 und 1913. Er betrachtete seine „Préludes“ als eigenständige Stücke, die getrennt voneinander gespielt werden konnten, und nicht notwendigerweise komplett und hintereinander. In der Originalausgabe der Werke, wird erst am Ende jedes Stückes, also nach der Aufführung, der dazugehörige Titel genannt. Das ermöglicht es dem Aufführenden die Musik ohne jeglichen Einfluss der malerischen Titel, die der Komponisten wählte, zu gestalten. Karel Deseure instrumentierte fünf dieser Préludes für Sinfonisches Blasorchester. Er nutzt dabei den Klangfarbenreinreichtum dieser Besetzung für die impressionistischen Klangbilder der „Cinq Preludes“.
Die „Suite Française“ von Darius Milhaud ist ein bedeutendes Werk, das während des Exils des Komponisten in Amerika während des Zweiten Weltkriegs entstand. Diese fünfsätzige Suite ist nicht nur eine Hommage an Milhauds Heimatland Frankreich, sondern auch eine musikalische Darstellung von fünf verschiedenen Landschaften, die im Krieg entscheidende Bedeutung hatten.

Die Komposition „Tombeau de Vercingétorix“ von Maxine Aulio ist ein bemerkenswertes Beispiel für die künstlerische Auseinandersetzung mit der Figur Vercingetorix.
Tombeau bezeichnet ein Werk, das dem Gedenken an eine verstorbene Person gewidmet ist.
Die Komponistin nutzt die reiche Klangpalette eines Blasorchesters, um die vielschichtige Geschichte Vercingetorix‘ musikalisch zu interpretieren. Es ist eine musikalische Form der Hommage, an den großen Widersacher Julius Cäsars, dessen geeinte Gallier letztendlich 52 vor Christus von den Römern besiegt wurde.
Die musikalische Struktur von „Les Trois Mousquetaires“ für Tubaquartett und Blasorchester konzentriert sich auf besondere Charakterzüge von Personen und nicht auf die Handlung. Maxine Aulio richtete ihr Hauptaugenmerk auf D’Artagnan, den sensiblen, romantischen und perfekten Gentleman, der sich leicht von Frauen bezaubern lässt, wie zum Beispiel von der liebreizenden Constance Bonacieux und der perfiden Lady de Winter, deren betörende Schönheit ihn verführt. Der erste Satz – D’Artagnan – hält sich eng an den Charakter des jungen Landadligen aus der Gascogne, der sich unter allen Umständen als heroisch und enthusiastisch erweist. Der zweite Satz mit dem Titel Constance Bonacieux ist romantisch, zart und leidenschaftlich. Der dritte und letzte Satz ist so doppelzüngig wie die bezaubernde Femme fatale Milady de Winter.

